Sonntag, 1. April 2012

Sprüche der Erinnerung

Meine Lieben.. Ich habe ja schon in meinem letzten Post von meinem Problem gesprochen und bin auch immernoch dabei abzuwarten, wie sich alles entwickeln wird, aber leider bin ich heute aus Zufall auf ein paar Sprüche gestoßen, die mich verunsichert haben, deshalb musste ich einfach nochmal meine Gedanken in einem Text ordnen, ich konnte nicht anders...

Ich sitze hier, ich höre mir Liebeslieder an, aber keine Lieder über schöne Liebe, sondern über zerbrochene oder einseitige Liebe. Ich lese Sprüche über nicht erwiderte Liebe und in meine Augen steigen die Tränen. Natürlich bin ich nach einem Tag noch nicht viel weiter mit der Festlegung meiner Gefühle und mir ist auch klar, dass ich mehr Zeit dafür brauche, aber ich sehe seit Stunden seinen Namen im Facebook und Skype als online angezeigt und es passiert nichts. Es verletzt mich einfach nur so sehr. Jeden Sonntag das gleiche Spiel. Warum muss ich bei diesem verdammten Spiel eine Figur sein, warum kann es nicht einfach ohne mich weitergespielt werden? Jedes Wochenende verläuft gleich, ich freue mich auf meinen geliebten Samstag, um endlich wieder zu tanzen und alle meine Lieben dort wieder zu sehen. Ich sehe auch ihn wieder und auch auf ihn freue ich mich. Erstmal verläuft alles wie immer, zwischen uns ist alles gut und meine Gefühle müssen sich zum gefühlten tausendsten Mal neu ordnen. Dann kommt der spätere Abend bei der Party, hier bin ich jede Woche ein durch und durch glücklicher Mensch, bis mir das genommen wird, von ihm. Warum kommt er auf mich zu, lächelt mir zu und ist so nett zu mir, wenn er mich dann bevor er geht vergisst. Warum kann er sich nicht einmal von mir verabschieden? Dann ist der Samstag gelaufen, meine Laune ist am Ende des Abends mal schlechter, mal besser. Aber dann kommt der Sonntag, ein viel zu lange freier Tag. Man kann viel zu viel nachdenken und ich komme nicht mehr klar mit meinem Gedanken und Gefühlen, alles ist durcheinander und ich werde fast verrückt. Ich muss dann einfach schreiben, einen anderen Ausweg finde ich nicht mehr. Es macht mich fast verrückt und ich könnte auf der Stelle anfangen zu weinen. Es ist nicht jeden Sonntag gleich schlimm, an manchen Sonntagen komme ich ganz gut damit zurecht und versuche mich damit zufrieden zu geben, wie es ist. Aber es gibt auch noch diese Sonntage, an denen ich gar nichts mehr weiß und ich mir wünsche ihn nie kennengelernt zu haben. So ein Sonntag ist heute. Es hat alles ganz harmlos angefangen, ich bin zwar immer wieder aufs neue enttäuscht, dass er mir nicht schreibt, aber damit habe ich mich abgefunden. Doch dann kamen sie wieder hoch, meine Gedanken. Ich bin zufällig auf Sprüche gestoßen, die mich plötzlich an meine Situation erinnert haben und die Tatsache, dass mich genau diese Sprüche an mich erinnert haben, ist nicht gut. Es zeigt mir mal wieder, dass ich ihn so sehr mag und das will ich nicht. Diese drei Sprüche haben mich so unglaublich an mich erinnert, ich bin im Internet auf sie gestoßen, als ich mal wieder ein bisschen umgeschaut habe, weil ich eigentlich gerne Sprüche lese, wenn sie mich nicht gerade wieder in so eine Stimmung bringen.
„Was nützt es, wenn ich dich liebe?
Du wirst ja trotzdem nie mein
und hoffnungslose Liebe bringt mir nur Tränen ein!“
Dieser Spruch erinnert mich an meine Tränen, die in meinen Augen stehen, wenn ich an ihn und mich denke, ich muss einsehen, dass er nie mir gehören wird, sondern irgendwann einem anderen Mädchen. Dass es mir so wehtut macht mir Angst.
„Der schlimmste Schmerz im Leben ist neben dir zu sitzen
und die Gewissheit zu haben, dass du niemals zu mir gehören wirst.“
Bei diesen Zeilen könnte man das 'neben dir sitzen' durch ein mit dir tanzen austauschen und es wäre perfekt. Er ist mein Tanzpartner, wir tanzen im Tanzkurs 1 ½ Stunden zusammen und berühren uns, ob wir wollen oder nicht. Aber er ist eben nur mein Tanzpartner, nicht mein Partner aus Liebe. Dass ich jede Woche aufs neue diese Zeit mit ihm verbringe und ich immer wieder dieses klitzekleine Kribbeln in meinem Bauch fühle, macht mich fertig. Ohne diese gemeinsamen Tänze hätte ich ihn wahrscheinlich schon längst vergessen.
„Hätten meine Augen deine Augen nie gesehen,
so könnte ich locker an dir vorübergehn!
Leider ist es so aber nicht, denn allmählich mein Herz zerbricht.“
Der letzte Spruch, der mich an mich erinnert, passt auch einfach nur perfekt. Ob es nun seine Augen oder sein Lächeln ist, weiß ich nicht. Ich denke es ist beides, was mich in diesen Bann gezogen hat. Aber wie soll ich mit ihm tanzen, ohne jedes Mal aufs neue in seine Augen schauen zu müssen und wie soll ich verhindern, dass ich sein Lächeln sehe, wenn wir fast die ganze Zeit lachen müssen, wenn wir zusammen tanzen?
Es ist so unglaublich kompliziert und wahrscheinlich mache ich alles noch viel komplizierter, als es sein könnte, aber ich kann nicht anders. Auch wenn mir diese Texte alles nochmal verdeutlichen und ich genau über alles nachdenke, helfen sie mir unglaublich viel, mir darüber klar zu werden, Auch wenn es weh tut, ich muss mir klar darüber werden, anders werde ich nie mit ihm befreundet sein können ohne, dass es mir wehtut. Entweder ich werde mir irgendwann sicher sein, dass ich ihn mehr als nur mag und ich muss damit zurecht kommen, dass ich ihn nie haben werde. Wenn es so kommt, muss ich sehen, ob eine Freundschaft zwischen uns möglich ist oder mir nur mehr Schmerzen bereitet. Ich muss mich dann entscheiden, ob ich diese Freundschaft aufrecht erhalten möchte oder ob ich ihm sage, dass ich ihn liebe und er kann entscheiden, was er tut. Oder ich merke, dass ich ihn nur genauso mag, wie alle anderen Freunde von mir und ich kann endlich bedingungslos mit ihm befreundet sein. Im Moment hoffe ich auf diese Entscheidung zu treffen, doch das kann ich jetzt noch nicht wissen und aussuchen kann ich es mir auch nicht.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen