Mir geht es schlecht, tief in meinem Inneren weiß ich ganz genau warum, doch es ist so weit weg und gleichzeitig beherrscht es meinen ganzen Körper und kommt mir so nah, wie sonst nichts und niemand es tut.
Ich kann nichts schreiben, es macht mich noch schwächer, ich kann nichts dagegen tun, ich habe mich für diesen Teil in meinem Leben selbst entschieden. Es ist da und es wird bleiben. Der erste Schritt ist es zu schaffen, darüber schreiben zu können. Danach kann ich langsam ein Fuß vor den anderen setzten und vielleicht, wenn ich Glück habe, dann stolpere ich nicht über meine eigenen Füße.
Mittwoch, 21. November 2012
Unausgesprochen
Das schlimmste Gefühl ist es, nicht aufschreiben zu können, was ich fühle. Wenn es mir schlecht geht, habe ich sofort das Gefühl alles aufschreiben zu müssen und danach geht es mir besser, wirklich besser. Es ist kaum zu beschreiben, wie es ist, keine Worte dafür zu finden, obwohl man es gewöhnt ist alles aufschreiben zu können, wenn man es braucht. Es ist fast wie eine Droge, man braucht es, wenn es einem schlecht ist, wenn man es nicht bekommen kann, wird nur schlimmer und schlimmer.
Samstag, 3. November 2012
Der Gefangene eines Liedes
Ich habe es versucht, ich habe das Lied
eingeschaltet und habe es laufen gelassen. Die Wirkung dieses Liedes
ist unglaublich, keiner der das noch nicht erlebt hat, wird es
nachvollziehen können. Schon vor Beginn des Liedes wird mir ganz eng
im Magen, nur der Gedanke daran macht mir schon Angst. Es wird
eingeschaltet, die ersten Töne erklingen und ich bekomme nur noch
schwer Luft, ich spüre wie es enger und enger wird, doch plötzlich
falle ich wie in eine kleine Ohnmacht, ohne es zu wollen fallen meine
Augen zu, in meine Nase zieht der Geruch von seinem Parfüm, vor
meinen geschlossenen Augen sehe ich sein Zimmer, seine Musikanlage,
ich fühle mich als würde ich in seinen Armen liegen. Wie damals.
Als nächstes kommen mir die Bahnfahrten in den Kopf geschossen, ich
sehe genau wer vor mir saß und wie ich von Glück erfüllt war. Doch
dann plötzlich merke ich wie ich in einer falschen Welt leben und
meine Augen reißen wieder auf. Ich versuche gegen mich anzukämpfen,
ich wollte dieses Lied zu Ende hören, um endlich mit ihm
abzuschließen, aber ich verlieren den Kampf gegen mich selbst und
drücke den Pausenkopf nach einer Minute und ein paar Sekunden. Mir
standen noch weitere zweieinhalb Minuten bevor, Minuten, die ich
nicht erleben konnte, weil sie mir zu viel bedeuten. Es war die
Stelle des Refrains, an der ich wieder ins hier und jetzt
zurückgeholt wurde...
Die Erinnerungen kommen zurück
Warum ist es so schwer jemanden zu
vergessen, den man einmal geliebt hat, obwohl man ihn gar nicht mehr
liebt. Man ist sich sicher, man will nie wieder einen so engen
Kontakt zu ihm aufbauen, man hat die Trauer eigentlich schon
überwunden, wäre wahrscheinlich bereit für etwas, jemanden neuen.
Doch die schönen Stunden, die Erinnerungen und letztendlich auch den
Menschen, kann man doch nicht vergessen. Muss man es irgendwann
schaffen oder darf man einfach noch daran zurück denken, darf dieser
Mensch noch ein Rolle im Leben spielen, obwohl man eigentlich darüber
hinweg ist oder bedeutet das, dass man es nicht geschafft hat sich
komplett davon zu lösen, dass man noch nicht bereit für jemand
anderen wäre. Erinnerungen sind das schönste auf der Welt, niemand
sollte es einem nehmen könne, doch gleichzeitig kann es auch das
schmerzhafteste der Welt sein. Ich denke immer und immer wieder
daran. Mal wochenlang fast gar nicht, dann wieder öfter und auch
wenn ich dabei normalerweise keine Schmerzen mehr wahrnehme, ich
merke in der einen Situation, dass ich es noch immer nicht geschafft
habe, ganz loszulassen. Ich weiß genau, es steht mir noch eine Hürde
bevor, die ich überwinden müsste, doch es ist schwerer als man
denkt.
Donnerstag, 1. November 2012
Unerwartetes Ende von 4 wunderbaren Tagen! ♥
Hallo meine Lieben!
Unerwarteter Weise kann ich schon heute etwas bloggen, nachdem ich gestern zu früh von einer Freizeit über die Ferien abgeholt werden musste.. Eigentlich wäre ich erst heute Abend nach Hause gekommen, aber da mich gestern die Darmgrippe erwischt hat, musste ich gestern Abend schon abgeholt werden. Etwas blöd, aber so ist das wohl.
4 tolle Tage liegen hinter mir, viel geprobt, wenig geschlafen, viel Spaß gehabt. Jedes Jahr ist es wieder wunderschön, einmal für ein paar Tage von allem abschalten zu können, Musik zu machen und mit einer Gruppe ganz bestimmter Menschen Zeit zu verbringen. Dort werde ich einfach so angenommen, wie ich bin. Ich muss mich nicht verstellen, ich muss keine Maske aufsetzten, um genauso akzeptiert zu werden wie andere, ich bin einfach ich und alle finden das gut. Ich weiß natürlich trotz allem nicht, was hinter meinem Rücken gesagt wird, aber das weiß ich nie und deshalb muss man das wohl ab und zu einfach abschalten und nur darauf achten, was man weiß. Und ich weiß, dass ich mich dort wohl fühle, als wäre es ein Teil meiner Familie. Auch wenn ich das über ein Jahr manchmal vergesse, wird es mir dort immer wieder gezeigt. Als ich gegangen bin, ging es mir nicht gut. Egal wie lang ich schon über viele Sachen hinweg war, es kam alles wieder hoch. Ich dachte all meine Bemühungen manches in meinem Leben zu verdrängen, hätten nichts genutzt, aber jetzt nach diesen 4 Tagen, habe ich 4 Tage nicht mehr ein einziges Mal daran gedacht. Es ging mir einfach gut und so ist es immernoch, ich bin zwar mal wieder krank und das nach so kurzer Zeit, aber für mich gilt immernoch, eine Grippe ist nicht halb so schlimm, wie eine Krankheit von innen. Eine Grippe geht rum, es geht dir schlecht und du willst nur noch gesund werden, du verbringst deine Tage im Bett, aber danach ist es auch wieder rum. Und so geht es mir, das schlimmste an der Grippe ist für mich, dass ich den letzten Abend und die letzte Nacht nicht mit diesen Menschen verbringen durfte. Aber auch das kann ich nicht ändern und auch das ändert nichts an den wunderbaren 4 zurückliegenden Tagen. Gestern waren alle so lieb zu mir, jeder hat sich um mich gesorgt, aber keiner war so, dass es mich genervt hätte, weil ich einfach allein sein wollte. Sie haben trotzdem normal weiter gemacht und mir gezeigt, dass ich ihnen nicht egal bin. So wie man es sich wünscht. Ich bin froh, dass ich sie habe und hoffe, dass ich hier nicht wieder zurück verfalle in alte Zeiten, sondern das mitnehmen, was ich jetzt wieder gelernt habe. Glücklich sein mit dem was ich habe und nicht traurig über das was ich mal hatte und jetzt nur noch Trauer für mich bedeutet.
Eure Miaa ♥
Unerwarteter Weise kann ich schon heute etwas bloggen, nachdem ich gestern zu früh von einer Freizeit über die Ferien abgeholt werden musste.. Eigentlich wäre ich erst heute Abend nach Hause gekommen, aber da mich gestern die Darmgrippe erwischt hat, musste ich gestern Abend schon abgeholt werden. Etwas blöd, aber so ist das wohl.
4 tolle Tage liegen hinter mir, viel geprobt, wenig geschlafen, viel Spaß gehabt. Jedes Jahr ist es wieder wunderschön, einmal für ein paar Tage von allem abschalten zu können, Musik zu machen und mit einer Gruppe ganz bestimmter Menschen Zeit zu verbringen. Dort werde ich einfach so angenommen, wie ich bin. Ich muss mich nicht verstellen, ich muss keine Maske aufsetzten, um genauso akzeptiert zu werden wie andere, ich bin einfach ich und alle finden das gut. Ich weiß natürlich trotz allem nicht, was hinter meinem Rücken gesagt wird, aber das weiß ich nie und deshalb muss man das wohl ab und zu einfach abschalten und nur darauf achten, was man weiß. Und ich weiß, dass ich mich dort wohl fühle, als wäre es ein Teil meiner Familie. Auch wenn ich das über ein Jahr manchmal vergesse, wird es mir dort immer wieder gezeigt. Als ich gegangen bin, ging es mir nicht gut. Egal wie lang ich schon über viele Sachen hinweg war, es kam alles wieder hoch. Ich dachte all meine Bemühungen manches in meinem Leben zu verdrängen, hätten nichts genutzt, aber jetzt nach diesen 4 Tagen, habe ich 4 Tage nicht mehr ein einziges Mal daran gedacht. Es ging mir einfach gut und so ist es immernoch, ich bin zwar mal wieder krank und das nach so kurzer Zeit, aber für mich gilt immernoch, eine Grippe ist nicht halb so schlimm, wie eine Krankheit von innen. Eine Grippe geht rum, es geht dir schlecht und du willst nur noch gesund werden, du verbringst deine Tage im Bett, aber danach ist es auch wieder rum. Und so geht es mir, das schlimmste an der Grippe ist für mich, dass ich den letzten Abend und die letzte Nacht nicht mit diesen Menschen verbringen durfte. Aber auch das kann ich nicht ändern und auch das ändert nichts an den wunderbaren 4 zurückliegenden Tagen. Gestern waren alle so lieb zu mir, jeder hat sich um mich gesorgt, aber keiner war so, dass es mich genervt hätte, weil ich einfach allein sein wollte. Sie haben trotzdem normal weiter gemacht und mir gezeigt, dass ich ihnen nicht egal bin. So wie man es sich wünscht. Ich bin froh, dass ich sie habe und hoffe, dass ich hier nicht wieder zurück verfalle in alte Zeiten, sondern das mitnehmen, was ich jetzt wieder gelernt habe. Glücklich sein mit dem was ich habe und nicht traurig über das was ich mal hatte und jetzt nur noch Trauer für mich bedeutet.
Eure Miaa ♥
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