Soo, jetzt aber zu meinem eigentlichen Post... Ihr wisst ja, dass ich vor nicht all zu langer Zeit, völlig verwirrt war, was meine Gefühle angeht. Ich wusste nicht, ob ich ihn liebe oder einfach nur mag. Ich habe mir jetzt diese Auszeit genommen und ich bin mir schon seit ein paar Tagen ziemlich sicher über meine Gefühle und jetzt möchte ich sie endlich auch in Worte fassen, aber lest selbst den Stand der Dinge!
Seit ein paar Tagen habe ich das Gefühl
endlich den Ausweg aus meinem Labyrinth gefunden zu haben. Weil es
jetzt schon so lange her, dass ich ihn das letzte Mal gesehen habe,
wollte ich mir endlich im Klaren darüber werden, was ich für ihn
fühle. Und weil ich wusste, dass es möglich ist, dass ich ihn am
Samstag sehe, habe ich mir nochmal alles durch den Kopf gehen lassen.
Seit ich ihn kenne. Was ist passiert seit ich ihn kenne. Warum bin
ich so verwirrt. Warum genau bei ihm. Warum nicht bei irgendeinem
anderen Jungen, den ich dort kennengelernt habe. Warum nur bei ihm.
Ich habe die erste Begegnung in meinem Kopf abspielen lassen, ich
habe den Moment in dem ich das erste Mal dieses klitzekleine
verflixte Bauch-kribbeln hatte in meinem Kopf abspielen lassen. Die
schönen Momente, die ich mit ihm erlebt habe. Alles, was ich mit ihm
erlebt habe, habe ich nochmal in meinem Kopf in meinem eigenen
kleinen Film abspielen lassen. Ich habe mir überlegt, wie er ist,
wie er sich mir gegenüber verhält und vor allem, wie sich andere
mir gegenüber verhalten. Und bei jeder Szene dieses Filmes habe ich
mich mehr und mehr von ihm entfernt. Ich wusste schon nach kurzer
Zeit, dass ich ihn nicht liebe. Aber je weiter der Film ging, desto
weiter habe ich mich auch von der Freundschaft zu ihm entfernt. Ich
habe plötzlich nicht mehr diese enge Verbindung zwischen uns
gefühlt. Dabei hatten wir uns immer so gut verstanden, ich dachte er
wurde für mich in so kurzer Zeit zu einem so guten Freund. Aber
vielleicht habe ich diese Freundschaft damit zerstört, weil ich mir
zu viele Gedanken darüber gemacht habe, was ich für ihn empfinde.
Vielleicht waren meine Gefühle doch schon zu stark für ihn.
Vielleicht waren sie so stark, dass ich jetzt nicht mal mehr mit ihm
befreundet sein kann. Jetzt bin ich mir sicher. Ich bin mir sicher,
dass ich ihn nicht liebe, aber trotzdem habe ich Angst vor dem
nächsten Samstag, an dem ich ihm wieder in die Augen schauen werde.
Ich habe mich kein einziges Mal mit ihm getroffen in diesen Wochen.
Ich wollte es nicht, weil ich Abstand gebraucht habe. Aber bei einem
Freund wartet man doch nicht bis man sich wieder sieht, weil man den
gleichen Tanzkurs besucht. Mit anderen aus dieser so genannten
Clique, haben wir uns getroffen, doch er war nicht dabei. Anfangs war
ich noch enttäuscht, aber mittlerweile war es mir fast egal, dass er
nicht dabei war. Jeden Samstag habe ich so gehofft, dass er kommt.
Jeden Sonntag war ich so verwirrt. Diesen Samstag war er nicht da. Es
hat mir nichts ausgemacht. Ich werde den Kontakt zu ihm
wahrscheinlich nicht aufrecht erhalten, wenn er nach dem Anfängerkurs
aufhört. Ich weiß nicht, ob er weiter Tanzen geht. Er gibt mir
keine richtige Antwort, aber ich werde ihn auch nicht mehr fragen. Es
interessiert mich nicht mehr. Ich weiß nicht warum er mir plötzlich
so fremd ist, warum er plötzlich für mich noch nicht einmal mehr
ein Freund ist. Eigentlich tut es mir leid. Aber ich werde mal wieder
warten auf den nächsten Samstag. Aber diesmal werde ich nicht so
warte, wie immer. Ich werde mich nicht eine Woche auf ihn freuen. Ich
werde einfach nur den Samstag erleben. Mit allen. Auch mit ihm, denn
er gehört genauso dazu wie ich. Ich denke ich kann gut damit leben,
dass er dabei ist, aber ob er nach diesen zwei Wochen Funkstille je
wieder ein guter Freund mich werden wird, weiß ich nicht. Vielleicht
wird er auch einfach nur einer von vielen in diesem Freundeskreis
sein. Einen, den ich mal gut kannte, aber jetzt nur noch kenne. Ich
denke ich kann mit ihm klarkommen, aber ob ich mich außerhalb der
Clique mit ihm treffen werde. Ich denke nicht. Vielleicht wird er
sich wundern. Vielleicht werde ich mich komisch verhalten. All das
weiß ich noch nicht. Aber ich weiß viel, ich weiß, dass ich ihn
nicht liebe und das ist eine unglaubliche Erleichterung. Ich werde
sehen, wie sich unsere freundschaftliche Beziehung entwickelt und so
wird es richtig sein. Ich bin erleichtert, ich habe ihn gefunden, den
Ausgang aus dem Labyrinth der Gefühle!
Sooodele, die Miaa wars! ♥
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