Samstag, 3. November 2012

Der Gefangene eines Liedes

Ich habe es versucht, ich habe das Lied eingeschaltet und habe es laufen gelassen. Die Wirkung dieses Liedes ist unglaublich, keiner der das noch nicht erlebt hat, wird es nachvollziehen können. Schon vor Beginn des Liedes wird mir ganz eng im Magen, nur der Gedanke daran macht mir schon Angst. Es wird eingeschaltet, die ersten Töne erklingen und ich bekomme nur noch schwer Luft, ich spüre wie es enger und enger wird, doch plötzlich falle ich wie in eine kleine Ohnmacht, ohne es zu wollen fallen meine Augen zu, in meine Nase zieht der Geruch von seinem Parfüm, vor meinen geschlossenen Augen sehe ich sein Zimmer, seine Musikanlage, ich fühle mich als würde ich in seinen Armen liegen. Wie damals. Als nächstes kommen mir die Bahnfahrten in den Kopf geschossen, ich sehe genau wer vor mir saß und wie ich von Glück erfüllt war. Doch dann plötzlich merke ich wie ich in einer falschen Welt leben und meine Augen reißen wieder auf. Ich versuche gegen mich anzukämpfen, ich wollte dieses Lied zu Ende hören, um endlich mit ihm abzuschließen, aber ich verlieren den Kampf gegen mich selbst und drücke den Pausenkopf nach einer Minute und ein paar Sekunden. Mir standen noch weitere zweieinhalb Minuten bevor, Minuten, die ich nicht erleben konnte, weil sie mir zu viel bedeuten. Es war die Stelle des Refrains, an der ich wieder ins hier und jetzt zurückgeholt wurde...

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